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Fußball

Mainz feiert mit Schwarz Nicht-Abstiegs-Party

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Mainz (dpa) - Mit einer zünftigen Osterparty feierten die Profis des FSV Mainz 05 den vorzeitigen Klassenerhalt.

Nach dem 3:1 (1:1)-Sieg gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf genoss die gesamte Mannschaft inklusive Trainer Sandro Schwarz bei der "Humba" auf dem Zaun des Fanblocks zunächst das Bad in der Menge, ehe der Verbleib im Fußball-Oberhaus in der Fankneipe "Hasekaste" ausgiebig begossen wurde.

"Das ist schon etwas Besonderes", sagte Sportvorstand Rouven Schröder. "Wir sind stolz, es so früh geschafft zu haben." Und Schwarz betonte: "Der Klassenerhalt darf niemals eine Selbstverständlichkeit sein für Mainz 05. So vermessen dürfen wir nicht sein."

Selbst Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel freute sich mit dem Rivalen, der in seine insgesamt 14. Bundesliga-Spielzeit und die elfte in Serie geht. "Das ist eine großartige Leistung. Mainz ist schon eine Art Vorbild für mich, so wie sie in den vergangenen Jahren gearbeitet haben", lobte Funkel.

Anders als in den vergangenen beiden Spielzeiten, in denen die Mainzer im Abstiegskampf bis zum Schluss zittern mussten, kann der selbst ernannte Karnevalsverein die Saison-Endphase dieses Mal genießen. Das mit 36 Punkten ordentlich gefüllte Konto des Tabellenzwölften soll aber noch weiter aufgestockt werden. "Wir wollen Platz zehn. Das ist das nächste Ziel", sagte Schwarz.

Der 40 Jahre alte Trainer, dessen Vertrag im Februar bis zum Sommer 2022 verlängert wurde, hat die Mannschaft auf ein höheres Level gehievt. "Fußballerisch haben wir uns definitiv weiterentwickelt", bilanzierte Schwarz zufrieden.

Vor allem in der Offensive. Neuzugang Jean-Philippe Mateta erhöhte sein Saisonkonto mit dem Doppelpack gegen die Fortuna (1./87. Minute) auf zwölf Treffer und jagt nun die Vereinsbestmarke des Japaners Shinji Okazaki, der in der Saison 2013/14 für den FSV 15 Mal getroffen hatte. Der starke Karim Onisiwo (67.) steuerte das dritte Tor bei. Dodi Lukebakio (19.) gelang für Düsseldorf der zwischenzeitliche Ausgleich, in der zweiten Halbzeit traf er mit einem Handelfmeter aber nur den Pfosten.

Höhere Ziele für die kommende Saison wollen die Rheinhessen jedoch nicht ausrufen. "Für einen Verein wie Mainz 05 macht es keinen Sinn, sich im Juli damit zu beschäftigen, was im Mai des nächsten Jahres sein könnte", sagte Schwarz. "Das heißt aber nicht, dass man nicht mehr möchte."

Ob der nächste Schritt gelingt, hängt ganz entscheidend vom Kader für die kommende Saison ab. In den vergangenen Jahren musste der Verein seine herausragenden Protagonisten immer wieder ziehen lassen. Das füllte zwar das Bankkonto, hinterließ aber sportlich Spuren.

Das Image als graue Maus der Liga dokumentierten die Mainzer daher mit einem ironischen Spruch auf ihren extra angefertigten Nicht-Abstiegs-T-Shirts: "Wieder nur der Klassenerhalt? Egal, unser Traum lebt." Das soll auch im nächsten Jahr so sein. "Wir haben Bock, guten Fußball zu spielen und uns weiterzuentwickeln", sagte Schröder.