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Fußball - Sinsheim

Hoffenheims Ex-Coach Gisdol äußert sich zum Fan-Eklat

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Sinsheim (dpa) - Markus Gisdol hat als früherer Hoffenheimer Trainer den Profifußball aufgefordert, sich gegen Aktionen wie das Fadenkreuz-Plakat von Dortmunder Fans gegen Dietmar Hopp zu wehren. "Ich glaube, dass wir alle in unseren Business geschlossen dagegen vorgehen sollten", sagte der 49-Jährige am Sonntagabend in der SWR-Fernsehsendung "Sport im Dritten". "Wir sitzen da alle in einem Boot. Wir müssen alle deutlich Kante zeigen, damit Grenzen nicht überschritten werden."

Dortmunder Fans hatten vor dem 1:1 am Samstag zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund einen großen Banner ausgerollt, der das Konterfei von Mäzen Hopp hinter einem Fadenkreuz darstellte. Zudem gab es bei dem Bundesliga-Spiel weitere beleidigende Spruchbänder und Schmähgesänge gegen den 78-Jährigen.

Hopp habe ein unglaubliches soziales Engagement an den Tag gelegt, betonte Gisdol. Viele Fans von gegnerischen Mannschaften lehnen den Milliardär, ab, da er Hoffenheim von einem Dorfclub zum Bundesliga-Team gemacht hat. Gisdol, zuletzt Chefcoach des Hamburger SV, trainierte von 2013 bis 2015 die TSG.

Die Gäste-Anhänger protestierten mit ihren Aktionen gegen Hausverbote von Fans aus ihrem Lager. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke entschuldigte sich danach für den Eklat. Die TSG hat sich in einem offenen Brief gegen die Anfeindungen und Beleidigungen gewehrt.