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Fußball - Sandhausen

SV Sandhausen trennt sich von Geschäftsführer Otmar Schork

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Sandhausen (dpa) - Der abstiegsgefährdete Fußball-Zweitligist SV Sandhausen und sein Geschäftsführer Sport Otmar Schork haben sich getrennt. Das bestätigte am Donnerstag neben Schork auch der Präsident des Schlusslichts, Jürgen Machmeier. Zuvor hatte die "Rhein-Neckar-Zeitung" auf ihrer Internetseite darüber berichtet. "Mein Akku ist leer. Ich war Tag und Nacht für den SV Sandhausen unterwegs", sagte Schork. Sein Vertrag läuft noch bis Saisonende, er ist von sofort an aber nicht mehr am operativen Bereich beteiligt.

Vereinschef Machmeier, der künftig auch Sport-Geschäftsführer und damit zugleich Schorks Nachfolger ist, bedankte sich bei dem Manager trotz der sportlichen Talfahrt in dieser Saison. Der 61-Jährige habe einen großen Anteil daran gehabt, was der Verein in den vergangenen Jahren erreicht habe. Schork war seit rund acht Jahren für den sportlichen Bereich der Kurpfälzer verantwortlich gewesen, mit ihm stieg Sandhausen 2012 von der Dritten in die Zweite Liga auf.

In dieser Saison gerieten die Nordbadener aber in den Abstiegskampf, weshalb sie sich im Oktober bereits von Trainer Kenan Kocak trennten und Uwe Koschinat als Nachfolger verpflichteten. Doch auch Koschinat konnte die Krise bisher nicht beenden.

Der Rückstand Sandhausens auf den Relegationsplatz beträgt zehn Spieltage vor dem Saisonende drei Punkte. Zum 15. Platz, auf dem der 1. FC Magdeburg steht, sind es fünf Zähler. In Magdeburg tritt Sandhausen am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) zum Kellerduell an.

Dort muss Koschinat weiterhin auf Tim Kister verzichten. Der Innenverteidiger hat nach einem Bänderriss im Knöchel wieder individuell trainiert, fällt nun aber wegen eines grippalen Infekts aus, erklärte der Coach. Dafür steht Defensivspieler Markus Karl nach einer Platzwunde am Kopf wieder zur Verfügung.