bedeckt München 22°

Fußball - Leipzig

Hochrisikospiele: Bremens Innensenator greift die DFL an

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - Am Tag der Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer erneut heftige Kritik an der Deutschen Fußball Liga geübt. Grund ist die seiner Meinung nach uneinsichtige Haltung der DFL in Fragen der Finanzierung von Hochrisikospielen im deutschen Fußball.

"Wir haben eine Profi-Liga, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro gemacht hat. Da kann es nicht sein, dass die Liga alle Einnahmen behält, aber die öffentliche Hand und damit der Steuerzahler alle Kosten trägt", kritisierte der SPD-Politiker im Radiosender NDR Info. Es gehe auch nicht darum, alle Kosten in Rechnung zu stellen.

Hauptproblem sei, dass die DFL eine Beteiligung an den Kosten grundsätzlich ablehne. "Die haben uns durch die Instanzen getrieben, das ist nie unsere Absicht gewesen", sagte Mäurer. Sein Ziel sei vielmehr eine bundesweite Regelung, damit die Länder zum Beispiel über einen Fonds einen fairen Ausgleich erhalten könnten.

Vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) wird am Dienstag die Frage verhandelt, ob Fußballvereine für zusätzliche Polizeikosten bei Hochrisikospielen zahlen müssen. Auslöser der Verhandlung ist ein Gebührenbescheid in Höhe von rund 425 000 Euro, den die Stadt Bremen der DFL geschickt hatte. Dabei geht es um Kosten für den Polizeieinsatz beim Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV vor fast vier Jahren. 969 Polizeibeamte waren bei dem Hochrisikospiel im Einsatz. Nach derzeitigem Stand soll die Entscheidung des BVerwG am kommenden Freitag verkündet werden.