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Fußball - Gelsenkirchen

Schalkes Elgert wäre fast zu Bayern gegangen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Gelsenkirchen (dpa) - Der bekannte Talente-Ausbilder Norbert Elgert wäre 2016 fast vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München gewechselt. Das verriet der 62-Jährige in seiner Autobiografie, aus der die "Sport Bild" (Mittwoch) vorab zitierte. Elgert bildete seit 1996 als Nachwuchscoach der Schalker unter anderem die späteren Weltmeister Manuel Neuer, Mesut Özil, Benedikt Höwedes und Julian Draxler aus.

"Das einzige Mal, in dem ich anfällig für einen Wechsel gewesen bin, war Anfang 2016. Mich nervte damals extrem, dass wieder einmal ein neuer Manager nach Gelsenkirchen kommen sollte", schrieb Elgert. "Also äußerte ich öffentlich indirekt meinen Unmut." Schnell habe sich Bayerns damaliger Technischer Direktor Michael Reschke gemeldet und erklärt, Präsident Uli Hoeneß wolle ihn kennenlernen. "Das hört sich schon nach starkem Interesse an", schrieb Elgert. Doch Schalkes Aufsichtsratschef Clemens Tönnies schritt ein.

Er habe Elgert sofort angerufen und gefragt: "Spinnst du?", erklärte Tönnies. "Ich habe mich in meinem Leben nie so hitzig gestritten, selbst mit Uli Hoeneß nicht, als es um Manuel Neuer ging. Wäre es aber in Sachen Elgert ernst geworden, hätte Bayern wirklich mit Vollgas um ihn gebuhlt, dann hätte meine Freundschaft zu Uli Hoeneß zumindest kurzzeitig mal ruhen müssen."