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Fußball - Cottbus

Wieder verloren: Energie-Fans revoltieren nach 0:3 in Meppen

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Cottbus/Meppen (dpa/bb) - Auch in der 3. Halbzeit lief es für die Drittliga-Profis von Energie Cottbus nicht gut. Im Anschluss an die deutliche 0:3 (0:2)-Niederlage beim SV Meppen mussten die FCE-Spieler am Samstag auch noch bei den Fans zum Rapport. Die Lausitzer Anhänger kritisierten mit harschen Worten den Cottbuser Auftritt im Emsland, der die Krise der abstiegsbedrohten Elf - schon drei Punkte Abstand zum 16. Platz - widerspiegelte.

Die Vorstellung des Tabellen-18. in Meppen war eine Blaupause der vorangegangen Partien: Energie geriet durch den Torwartfehler von Avdo Spahic und das daraus resultierende Kopfballtor von Meppens Nick Proschwitz früh ins Hintertreffen. Zum 16. Mal in dieser Saison kassierten die Lausitzer das 0:1 und liefen wieder einem Rückstand hinterher. Bitter für den FCE: Kurz zuvor hätte Angreifer Streli Mamba eigentlich freistehend das Tor (18.) für Energie schießen müssen.

Doch wie in der Vorwoche gegen Würzburg ließ der FCE-Stürmer die hochkarätige Chance liegen. So nahm das Spiel den für Cottbus desolaten Lauf. Nach einem Fehler von Fabian Holthaus konterte sich Meppen zum 2:0 durch Neuzugang Marcus Piossek. FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz konstatierte frustriert: "Diese Gegentore fressen irgendwann eine Mannschaft auf."

In Meppen wollte sich Energie allerdings nicht kampflos ergeben. Nach dem Wechsel gab es die Chance zum Ausgleichtreffer, doch Mamba traf nur den Pfosten. Der neue Abwehrchef Robert Müller klagte: "Es wäre schön, wenn wir in so einer Situation auch mal das Matchglück hätten, das Meppen derzeit hat." Die Gastgeber drehten noch einmal auf, Piossek traf zum 3:0-Endstand und Meppen vergab weitere Chancen.

Nach dem Spiel hagelte es heftige Fan-Kritik am Stadionzaun. Ersatzkeeper Kevin Rauhut, als Mitglied des Mannschaftsrates Ansprechpartner der Anhänger, versteht den Unmmut der Unzufriedenen: "Die stehen früh um drei Uhr auf und reisen an. Dann kriegen sie so ein enttäuschendes Ergebnis zu sehen. Dann ist es normal, dass man die Wut rauslässt." Dennoch warnte er: "Wir dürfen uns jetzt nicht zerfleischen, es sind immer noch 15 Spiele."