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Fußball - Bochum

Heidel und Watzke gegen Spiele im Ausland

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Bochum (dpa/lnw) - Sportvorstand Christian Heidel von Vizemeister FC Schalke 04 und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund haben sich gegen Bundesliga- und Champions-League-Spiele im Ausland ausgesprochen. "Das wäre für mich ein Schritt, mit dem wir den Fußball und die Basis langsam kaputt machen", sagte Heidel in einem gemeinsamen Interview mit seinem Kollegen Watzke der Funke-Mediengruppe. Die spanische Liga plant derzeit, das katalanische Derby zwischen Girona und dem FC Barcelona nach Miami zu verlegen.

Dass irgendwann ein Champions-League-Finale in den USA stattfinden wird, ist für Watzke durchaus realistisch. "Ich könnte mir vorstellen, dass es solche Dinge irgendwann mal geben wird. Ob es kommt, weiß ich nicht", sagte der BVB-Chef. Er stellte aber klar: "Ich bin kein Anhänger davon, dass die Bundesliga in einem anderen Land ihre Spiele austrägt. Diese Meinung werde ich immer vertreten! Ebenso bin ich kein Freund davon, dass die Champions League der europäischen Vereine in New York ausgespielt wird."

Heidel gab zu bedenken, dass die Stimmung bei solchen Spielen nicht vergleichbar wäre. "Die Atmosphäre, wie sie in Deutschland ist, gibt es in keinem anderen Land", sagte er: "Dortmund und Schalke fahren mit 10 000 Fans auf Auswärtsfahrt. Um dieses Gefühl geht es doch: Schal ans Autofenster klemmen und losfahren. Im Flugzeug nach New York ist das schwer."