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Fußball - Berlin

Union vor Topspiel: "Wissen genau, worum es geht"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - "Wir wissen genau, worum es geht." Die Aussage von Trainer Urs Fischer bringt Lage und Stimmung beim 1. FC Union auf den Punkt. Der Berliner Fußball-Zweitligisten will mit einem Sieg im Topspiel gegen den Hamburger SV das Aufstiegsrennen neu anheizen.

"Ich glaube schon, dass es ein wegweisendes Spiel ist. Es hat einen vorentscheidenden Charakter", betonte Fischer. Im Training wurde in dieser Woche verstärkt Freude und Spaß vermittelt. Die Profis sollen vor der Partie am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den Tabellenzweiten die Negativserie von fünf Begegnungen ohne Sieg aus den Köpfen bekommen.

Die Spieler waren nach dem enttäuschenden 1:1 bei Greuther Fürth selbstkritisch. Der Rückfall auf den vierten Platz soll schnell wieder korrigiert werden. Aufgrund des besseren Torverhältnisses würden die Berliner mit einem Sieg sogar am HSV vorbeiziehen und mindestens auf Rang drei vorrücken.

"Klar haben wir in den letzten fünf Spielen keinen Sieg geholt. Wir dürfen uns jetzt aber auch nicht alles kaputtreden", sagte Innenverteidiger Marvin Friedrich. "Wir spielen eine sehr gute Saison. Ich denke, dass der HSV den größeren Druck hat."

Im Hinspiel (2:2) hatte Union den HSV schon am Rand einer Niederlage, auch wenn Angreifer Suleiman Abdullahi erst kurz vor Schluss der Ausgleich gelang. Doch das war im November. Jetzt steht das Saisonende kurz bevor. "Wir haben 50 Prozent mehr Druck. Alle Zuschauer kommen und wissen, wir müssen gewinnen", erklärte der ehrgeizige Torwart Rafal Gikiewicz. Die Partie im Stadion An der Alten Försterei ist seit Wochen mit 22 012 Besuchern ausverkauft.

Der 31 Jahre alte Pole Gikiewicz war schon die gesamte Saison offensiv mit dem Thema Aufstieg umgegangen. Jetzt heizt er Endspiel-Stimmung an. "Gegen Hamburg ist es ein Finale für uns. Wir haben einen großen Traum. Wir haben noch vier Mal 90 Minuten und können mit Union erstmals in die 1. Liga gehen", sagte der Keeper.

Union hat allerdings Besetzungssorgen auf der Innenverteidigerposition. Der zweite Mann neben Friedrich ist fraglich. Stammspieler Florian Hübner muss aufgrund einer Beinverletzung passen. Sein Vertreter Nicolai Rapp sah in Fürth Rot und wurde für zwei Spiele gesperrt. Den Nachfolgekandidaten Michael Parensen (sieben Meisterschaftsspiele) und Marc Torrejon (null) mangelt es an Spielpraxis.