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Fußball - Berlin

Union spürt Druck im Aufstiegsrennen: Polter fordert Mut

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - Der Fußball-Fernsehabend ist nicht nur für Sebastian Polter Pflichtprogramm. Im Duell des Hamburger SV beim Tabellenführer 1. FC Köln am Montagabend (20.30 Uhr/Sky) wird sich zeigen, ob das 2:2 von 1. FC Union Berlin gegen Jahn Regensburg doch noch zum Punktgewinn wird. "Jeder der Fußball spielt, guckt Montag das Spiel", sagte Torschütze Polter mit Blick auf das Duell der beiden Aufstiegskonkurrenten in der 2. Fußball-Bundesliga. "Schließlich spielen wir in zwei Wochen noch gegen Hamburg, da sollte jeder auch ruhig mal den Fernseher anschalten und das Spiel anschauen."

Während die Kölner bei aktuell neun Punkten Vorsprung auf Union schon enteilt sind, liegt der HSV nur noch zwei Zähler vor den Köpenickern. Nach der Auswärtspartie der Berliner bei der SpVgg Greuther Fürth am kommenden Samstag sind die Hanseaten zu Gast im Stadion An der Alten Försterei. "Für die nächsten Wochen müssen wir uns viel Mut aneignen. Wir müssen mutig nach vorne gehen", forderte Polter, der mit seinem 2:2 in der 83. Minute gegen Regensburg zumindest noch einen Zähler rettete. "Wir haben nichts zu verlieren, ganz im Gegenteil: Wir haben viel zu gewinnen."

Doch beim Auftritt im Duell mit frechen Oberpfälzern präsentierte sich Union eher ängstlich als selbstbewusst. Coach Urs Fischer gestand nach dem vierten Spiel ohne Sieg in Serie, dass seine Mannschaft von der Anspannung angesichts der großen Aufstiegschance beeinflusst wird. "Es ist nicht so einfach, dass du nur etwas zu gewinnen hast. Nein, du kannst eben auch etwas verlieren", konstatierte Fischer. "Du spielst eine gute Saison, bist nach 29 Spieltagen noch mit dabei - ja, der Druck ist da."

Und er wird größer. Bis auf einen Punkt ist der erste Verfolger SC Paderborn inzwischen an die Berliner herangerückt. Nun muss Union das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückgewinnen, dass Fischer gegen Regensburg lange Zeit vermisste.

Dabei helfen soll Polter. Coach Fischer stellte dem 28-Jährigen ein baldiges Comeback in der Startelf in Aussicht. Der Angreifer sei nach überstandener Mittelfußverletzung "auf sehr gutem Weg. Auch heute hat man gesehen, dass er dynamischer war als im letzten Spiel. Ich bin überzeugt, dass er baldmöglichst wieder eine Option ist, von Beginn an zu spielen."

Polter hatte sich im ersten Ligaspiel des Jahres gegen Köln (2:0) verletzt. Seit seiner Rückkehr ins Team wurde er dreimal knapp 20 Minuten vor Schluss eingewechselt und erzielte dabei zwei Treffer. "Ich hoffe schon, dass der Trainer mir nochmal mehr Spielzeit gibt", sagte der Angreifer. "Mehr als anbieten kann ich mich nicht."