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Fußball - Berlin

Neuer "Konkurrenzkampf" bei Hertha

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - Pal Dardai heizt bei Hertha BSC den Konkurrenzkampf an. Die gestiegene Personalauswahl vor dem Verfolgerduell mit Borussia Mönchengladbach freut den Coach der Berliner - einen Freibrief zurück in den Kader erhalten auch die zurückgekehrten Routiniers noch nicht. Die Spieler, die zuletzt verletzt waren, "müssen kämpfen und den Willen zeigen, dass sie wieder in den Kader reinwollen", betonte der Ungar am Donnerstag. "Das ist gut für den Konkurrenzkampf."

So sollen am Samstag (15.30 Uhr) im heimischen Olympiastadion beispielsweise Mathew Leckie und Peter Pekarik noch nicht wieder dabei sein. Sie seien noch "keine Option fürs Wochenende", sagte Dardai. Am Donnerstag stiegen auch Maximilian Mittelstädt, Alexander Esswein und Ersatzkeeper Thomas Kraft wieder ins Mannschaftstraining ein.

Dardai besitzt ein Luxusproblem. Auch ohne die in der vergangenen Saison noch gesetzten Routiniers wie Rechtsverteidiger Pekarik oder den defensiven Mittelfeldspieler Vladimir Darida gelang mit sieben Punkten aus drei Spielen in der Liga ein starker Auftakt. So wusste beispielsweise Arne Maier, für Dardai "ein Rohdiamant", vor der Abwehr zu überzeugen.

Auch Flügelstürmer Leckie muss sich noch etwas gedulden. "Leckie ist ein großer Spieler, er kommt von der WM. Er hat eine lange Pause gemacht, er muss noch ein bisschen Zusatztraining leisten", erklärte Dardai. "Dafür kann ich nicht einfach einen jungen Spieler rausnehmen aus dem Kader."

Durch die größere Kaderbreite hat Dardai auch eine höhere Qualität im täglichen Training ausgemacht. "Jeder ist konzentrierter, jeder will sich zeigen", berichtete der Ex-Profi über seine Eindrücke - und sieht darin auch Gründe abseits des Sportlichen: "Die Verträge der Spieler sind so: Wenn ich im Kader dabei bin, habe ich ein bisschen Geld. Wenn ich spiele, habe ich sehr viel Geld. Das ist auch eine Motivation von Sportlern."

Von den Stammkräften fehlen aktuell wegen Verletzungen nur noch die beiden Innenverteidiger Jordan Torunarigha und Karim Rekik sowie Darida. Rekik und Darida befinden sich schon wieder im individuellen Training.

Auch aufgrund der entspannteren personellen Lage starten die Berliner bester Laune in das Duell der punkt- und torgleichen Viertplatzierten. Es treffen sich zwei gute Mannschaften", sagte Dardai. "Bei beiden Mannschaften herrscht positive Stimmung." Der Vorteil sei aufseiten von Hertha - auch wenn die Berliner acht der vergangenen neun Duelle mit dem Club vom Niederrhein verloren haben. "Wir spielen vor unseren Fans in unserem Stadion. Das wollen wir ausnutzen."