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Fußball - Berlin

Hertha sucht den "Dosenöffner"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa) - Sechs Spiele nicht gewonnen, nur einmal in den jüngsten vier Partien das Tor getroffen: Hertha BSC will den blamablen Absturz unbedingt stoppen. "Es ist wichtig, ein Tor zu erzielen als Dosenöffner", sagte Trainer Pal Dardai vor der Partie des Berliner Fußball-Bundesligisten am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim Tabellenvierten Eintracht Frankfurt. Hertha hatte in der Hinrunde mit den Hessen noch um einen Europacup-Startplatz gekämpft, steht jetzt aber mit 17 Punkten Abstand nur noch auf Rang elf. Der Abwärtstrend soll unbedingt noch vor dem Saisonende gestoppt werden.

Der ehemalige Champions-League-Sieger Salomon Kalou appellierte an seine Mitspieler, sich in den letzten vier Saisonspielen noch einmal zusammenzureißen. "Es ist schwierig, aber jedem muss auch klar sein, dass es für jeden besser ist, vernünftig aus der Saison zu gehen", betonte der Routinier im Fachmagazin "Kicker" (Donnerstag). Der Manager werde bestimmt genau hingucken: "Auch deshalb müssen wir zeigen, dass wir nicht aufgegeben haben. Und wir wollen Pal einen guten Abschied schenken. Den hat er verdient", sagte Kalou: "Er hat einen großartigen Job gemacht."

Grund für die enttäuschende Rückrunde sei nicht fehlende Qualität, unterstrich der 33 Jahre alte Kalou. "Was wir aus der Saison mitnehmen sollten, ist, dass es im Fußball nicht nur um Talent geht. Talent ist wichtig, aber erst die richtige Mentalität bringt dich auf ein Topniveau", ergänzte der Profi von der Elfenbeinküste.

"Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass die Jungs nicht wollten. Das Tor ist einfach nicht gefallen wie zuletzt gegen Hannover", meint Manager Michael Preetz. "Es gibt keine andere Lösung, als sich da herauszuarbeiten."

Der Ungar Dardai, der nach dem erneuten Leistungseinbruch in der Rückrunde seinen Platz als Chefcoach nach der Saison räumen muss, sieht trotz der jüngsten Negativserie und neuer personeller Probleme durchaus eine Chance: "Mit Mut und Selbstvertrauen kann es funktionieren."

Der designierte Nationalspieler Niklas Stark (Sprunggelenk-Verletzung) ist der nächste Ausfall. Leihspieler Marko Grujic ist am 31. Spieltag gelb-gesperrt. Dardai nimmt Abwehrmann Jordan Torunarigha mit nach Frankfurt, der nach einer Knöchelverletzung erst wieder kurz im Training ist.

Manager Preetz arbeitet schon "auf Hochtouren" an den Planungen für die kommende Saison. Bei Fragen zum neuen Trainer hält er sich noch bedeckt. Was die Mannschaft betrifft, zeigte der Manager am Donnerstag bereits den Kurs auf: "Es wird unser Bestreben sein, dass die Mannschaft wieder im Kern zusammenbleibt und wir sie idealerweise punktuell ergänzen." Es soll also keinen radikalen Umbruch nach dem Abschied von Dardai geben.