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Fußball - Berlin

Erste Etappe von Dardais Abschiedstour

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Berlin (dpa) - Die Profis von Hertha BSC sind in der Pflicht. Nach dem beschlossenen Aus von Pal Dardai beim Bundesligateam der Berliner zum Saisonende soll nun die Serie von fünf Niederlagen enden - auch für den Coach. "Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass wir dem Trainerteam, das jetzt viereinhalb Jahre großartige Arbeit geleistet hat, einen dementsprechenden Abschied bringen", forderte Geschäftsführer Michael Preetz für das Duell mit dem Tabellenletzten Hannover 96 am Ostersonntag (18.00 Uhr/Sky).

Im Olympiastadion startet die Abschiedstournee des Hertha-Rekordspielers, der vor gut vier Jahren die Position des Profitrainers übernommen hatte und nach einer Pause vom Sommer 2020 an wieder in den Nachwuchsbereich wechseln soll. "Es ist eine schöne Sache, dass man spürt, dass die Fans mich lieben und mögen", sagte Dardai auf die Frage, ob ihn Wehmut überkommen werde. "Diese Liebe sollen sie zu der Mannschaft schicken, um ihr mit dieser positiven Energie zu helfen, damit wir aus dieser Serie rauskommen."

Eine derartige Negativperiode in der Liga gab es unter Dardai zuvor noch nie. Im Gegensatz zum in der Höhe noch schmeichelhaften 0:2 bei der TSG 1899 Hoffenheim hat sich zumindest die personelle Situation wieder entspannt. Kapitän Vedad Ibisevic und Ondrej Duda stehen nach ihren Sperren wieder zur Verfügung, die zuletzt angeschlagenen Marko Grujic, Fabian Lustenberger und Vladimir Darida kehrten diese Woche ins Mannschaftstraining zurück.

"Wir müssen punkten", betonte Dardai. "Das ist sehr wichtig für den Verein, für die Platzierung, für alle Herthaner." Sowohl Richtung Europapokalplätze als auch gen Abstieg geht für die Berliner nichts mehr - der Tabellenrang zum Saisonabschluss hat aber beispielsweise Auswirkungen auf die Einnahmen aus dem Fernsehgeld.

Auch deshalb will nicht nur der Coach eine klare Leistungssteigerung sehen. "Natürlich habe ich den Jungs gesagt, dass es nicht zuletzt auch ihre Verantwortung ist, dass wir uns in den letzten fünf Spielen deutlich anders präsentieren als in den vorigen fünf Spielen", verlangte Manager Preetz.