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Eishockey - Wolfsburg

Eisbären-Kapitän Rankel: Sind in "extrem schwerer Phase"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Wolfsburg (dpa/bb) – Bei den Eisbären Berlin wächst nach der vierten Niederlage in Serie die Einsicht in den Ernst der Lage. "Wir sind gerade in einer extrem schweren Phase", räumte Kapitän André Rankel nach dem 2:4 des Tabellenneunten der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Grizzlys Wolfsburg ein. "Wir wissen alle, dass wir Eishockey spielen können. Aber wir müssen auch sehen, dass wir die Situation akzeptieren, in der wir jetzt sind, und dass wir nur durch harte Arbeit zum Erfolg kommen können", sagte er am Sonntag bei Magenta Sport.

Der 33 Jahre alte Angreifer haderte nach dem erneuten Misserfolg mit dem Scheibenglück, forderte aber auch Verbesserungen: "Wir haben gekämpft und gearbeitet, aber der Puck ging nicht in unsere Richtung", sagte Rankel. "Wir hatten genug Torchancen, aber allgemein müssen wir noch ein bisschen konsequenter und druckvoller auftreten – und das über sechzig Minuten. Dann werden wir auch belohnt."

Trainer Stéphane Richer setzt darauf, dass zumindest die Moral des Teams noch intakt ist: "Wir haben alles gegeben", sagte er am Sonntag. "Uns fehlen sieben Stammspieler. Im Moment ist es schwierig für uns, aber wenn wir mit so einer Einstellung bis zum Ende kämpfen, werden wir bald wieder Punkte bekommen."

Tatsächlich benötigen die Berliner dringend zählbare Erfolge, um die Lage nicht noch kritischer werden zu lassen: Der ehemals komfortable Vorsprung auf Rang elf, der am Ende der Hauptrunde das Aus bedeuten würde, ist auf neun Zähler geschrumpft, weil die Nürnberg Ice Tigers, die zwei Spiele weniger absolviert haben als die Eisbären, am Wochenende sechs Punkte sammelten.