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IHK: In wenigen Jahren fehlen 82 000 Fachkräfte in Sachsen

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Leipzig (dpa/sn) - In Sachsen werden im Jahr 2025 etwa 82 000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Zu diesem Ergebnis kommen die neuesten Berechnungen des IHK-Fachkräftemonitors, wie die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig am Donnerstag mitteilte. Demnach geht das Angebot an Arbeitskräften im Land um neun Prozent zurück, das Durchschnittsalter aller Fachkräfte wird von heute 44,8 Jahre auf 45,7 Jahre steigen.

Im kaufmännischen Bereich einschließlich der Dienstleistungs- und Gesundheitswirtschaft wird es demnach die größten Engpässe geben. Allein hier werden gut 59 000 Fachkräfte fehlen. Bei Akademikern sowie beruflich Qualifizierten im technischen Bereich fällt die Fachkräftelücke mit rund 12 000 beziehungsweise 11 000 fehlenden Arbeitskräften etwas geringer aus.

Sachsens Wirtschaft brauche eine konsequente Stärkung der dualen Ausbildung aber auch mehr qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland, sagte der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, Kristian Kirpal. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz der Bundesregierung müsse nun zügig im Bundestag verabschiedet werden und zu spürbaren Erleichterungen bei der Ausbildung und Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften führen.

Der IHK-Fachkräftemonitor ist ein Projekt der IHK zu Leipzig, entwickelt und umgesetzt vom Wirtschaftsforschungsinstitut Wifor aus Darmstadt.