Internet - Frankfurt am Main

Twittern im Minutentakt: Feuerwehr zeigt Einsatz-Alltag

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Von Einsatzbesprechung bis Fitnessraum, von Lebensmittelvergiftung bis Schlaganfall-Verdacht: Zwölf Stunden geben insgesamt 41 Berufsfeuerwehren in Deutschland auf dem Kurznachrichtendienst Twitter am Montag einen Einblick in ihren Arbeitsalltag. Das "Twitter-Gewitter" startete um acht Uhr morgens. Für die Feuerwehr Frankfurt war der erste Einsatz des Tages die Versorgung eines verletzten Radfahrers in der Innenstadt, ihre Kollegen in Gießen kümmerten sich um die Beseitigung einer Ölspur und die Feuerwehr Wiesbaden stellte zum Tagesauftakt ihren Werkstattdienst vor.

Die bundesweite Aktion am Tag des europäischen Notrufs dauert bis 22 Uhr. Dabei soll auch darüber informiert werden, wann der Notruf 112 gewählt werden soll und wann besser nicht. So twitterte die Feuerwehr Wiesbaden nach einem Anruf wegen einer defekten Heizung: "Sorry, bitte den Vermieter anrufen oder einen Installateur beauftragen." Besonders aktiv war am Montag die Feuerwehr Frankfurt, die alle paar Minuten zu Rettungseinsätzen postete. Gerade zwei Stunden nach Start des Twitter-Gewitters kamen bereits 41 Einsätze zusammen. "Eine Katze auf dem Baum war noch nicht dabei", hieß es.

Das "Twittergewitter" geht auf eine Initiative der Berliner Feuerwehr und der Berufsfeuerwehren aus München, Hamburg, Düsseldorf, Bremen und Frankfurt am Main zurück. Vorbild sind ähnliche Aktionen der Polizei, die schon vor Jahren zum Beispiel alle Notrufeinsätze in 24 Stunden über Twitter verbreitet hatte.