Internet - Berlin

Proteste bei Eröffnung von Google-Büro in Berlin

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Berlin (dpa) - Die Eröffnung des neuen Berliner Büros von Google ist von Protesten begleitet worden. Vor dem Gebäude versammelten sich Demonstranten, sie protestierten mit Plakaten und lautstarker Techno-Musik sowie Trommelschlägen gegen den US-Internetkonzern. Ein Augenzeuge und Besucher der Veranstaltung sprach von etwa 70 Menschen. Nach Angaben der Polizei kam es zu keinen Zwischenfällen. An der Eröffnung nahmen neben Konzernchef Sundar Pichai unter anderem die Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär (CSU), und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) teil.

Der Internetriese will in einem Gemeinschaftsprojekt das bestehende Programm "Google Zukunftswerkstatt" in Berlin weiter ausbauen. Mit dem neuen Büro an der Museumsinsel bezieht der Konzern erstmals ein eigenständiges Gebäude in der Hauptstadt. Bislang arbeiten dort rund 130 Mitarbeiter, künftig sollen es 300 sein.

Ursprünglich wollte Google auch einen Campus für Start-up-Firmen in Berlin eröffnen. Doch der Widerstand in der Nachbarschaft des Standorts war groß. Kritiker protestierten dagegen, weil der Campus nach ihrer Ansicht die Gegend stark verändert und teurer gemacht hätte. In einem ehemaligen Umspannwerk im Stadtteil Kreuzberg solle nun stattdessen eine soziale Einrichtung entstehen, hatten Google und die beteiligten Organisationen im vergangenen Oktober mitgeteilt.