Handwerk - München

Bayerisches Handwerk trotzt schwächelnder Konjunktur

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München (dpa/lby) - Die sich abschwächende Konjunktur macht sich bei den Handwerksbetrieben in Bayern einer Umfrage zufolge bislang kaum bemerkbar. Rund 92 Prozent der befragten Betriebe im Freistaat bewerteten die Geschäftslage im ersten Quartal 2019 als gut oder befriedigend. Das entspricht in etwa der Quote des Vorjahreszeitraums, wie die Handwerkskammer für München und Oberbayern (HWK) am Mittwoch in der Landeshauptstadt mitteilte.

Die Auslastung der Betriebe ist zum vierten Mal in Folge in einem Winterquartal gestiegen und lag in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres bei 80 Prozent. Kunden müssen derzeit im Schnitt rund 10,7 Wochen auf einen Termin warten, eine Woche länger als im Jahr zuvor. Vor allem das Baugewerbe boomt weiter.

Der Umsatz der bayerischen Handwerksunternehmen stieg im ersten Quartal geschätzt um 4,5 Prozent auf mehr als 25 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Niedrige Zinsen, eine intakte Binnenkonjunktur und die florierende Bauwirtschaft sichern weiteres Wachstum ab", sagte der Präsident des Bayerischen Handwerkskammertages sowie der HWK München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, bei der Vorstellung der aktuellen Konjunkturumfrage.

Für die Landeshauptstadt forderte er eine Verkehrsplanung, die mehr auf die Interessen der Wirtschaft ausgelegt ist. Peteranderl kritisierte geplante Fahrbahnverengungen auf wichtigen Zubringerstraßen. "Es scheint, als sollten Menschen und Gewerbetreibende von außerhalb durch bewusst herbeigeführte Verkehrsbehinderungen aus München ferngehalten werden", sagte er.