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Wohnungspolitik - Bremen

"Die Stadt muss allen gehören": Demo für günstigen Wohnraum

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Bremen (dpa/lni) - Gegen Wohnungsnot und steigende Mieten sind am Samstag in Bremen etwa 1500 Menschen auf die Straße gegangen. Zu der Demonstration unter dem Motto: "Die Stadt muss allen gehören" hatten das Diakonische Werk Bremen, Gewerkschaften und das Aktionsbündnis Menschenrecht auf Wohnen aufgerufen. Sie bemängeln einen rasanten Anstieg der Mietpreise in der Hansestadt: Die Mietpreisbremse wirke nicht.

"Die Not, bezahlbaren Wohnraum zu finden, hat inzwischen längst die Mitte der Gesellschaft erreicht", sagte der Landespastor für Diakonie, Manfred Meyer, bei der Kundgebung auf dem Marktplatz. "Nicht nur Obdachlose, Rentner, Erwerbslose, beeinträchtigte Menschen oder Geringverdiener, sondern auch Haushalte mit mittleren Einkommen sind von der Entwicklung der letzten Jahre betroffen." Jeder vierte Haushalt in Bremen und Bremerhaven müsse 40 Prozent und mehr des Nettoeinkommens für Miete aufwenden.

Die Demonstranten forderten, das Land solle im sozialen Wohnungsbau mehr tun. Die Aktion fiel in den beginnenden Wahlkampf für die Landtagswahl am 26. Mai.