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Wohnungspolitik - Berlin

Umfrage: Mehrheit der Berliner gegen Enteignungen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/bb) - Die Mehrheit der Berliner ist einer repräsentativen Umfrage zufolge gegen die Enteignung von privaten Wohnungsbaugesellschaften. Nur 36 Prozent der Befragten des BerlinTrends von Infratest Dimap halten sie für richtig, wie der RBB online meldete. Die Umfrage wurde von der RBB-Abendschau und der "Berliner Morgenpost" in Auftrag gegeben. 59 Prozent der Befragten sind dagegen.

Anfang April startete in der Hauptstadt die Unterschriftensammlung des Bündnisses "Deutsche Wohnen und Co. enteignen" für ein bislang bundesweit einmaliges Volksbegehren. Es zielt auf eine Vergesellschaftung des Eigentums von großen Wohnungskonzernen in Berlin ab, um langfristig bezahlbare Mieten zu sichern. In der Hauptstadt sind die Mieten in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Eine deutliche Mehrheit (93 Prozent) sprach sich der Umfrage zufolge dafür aus, verstärkt Sozialwohnungen zu bauen. 69 Prozent waren auch dafür, Wohnungen mit Landesmitteln zu kaufen. 59 Prozent halten es für sinnvoll, staatliche Grundstücke günstig an Wohnungsbaugesellschaften abzugeben.

Auch laut einer repräsentativen Umfrage des "Tagesspiegels" nimmt die Zahl der Befürworter von Enteignungen ab. 46,3 Prozent sprachen sich demnach für das Ziel des Volksbegehrens aus, 43,9 Prozent waren dagegen, 9,8 Prozent unentschieden. Im Januar waren noch 54,8 Prozent dafür und 34,3 Prozent Gegner.