bedeckt München 26°

Wahlen - Wiesbaden

Rumänisches Wahllokal überlastet: Feuerwehr hilft Wartenden

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Offenbach (dpa/lhe) - Vor einem Wahllokal für Rumänen in Offenbach ist es bei der Europawahl zu tumultartigen Szenen gekommen. Rund 1000 Menschen wollten dort am Sonntag ihre Stimme abgeben - es standen jedoch nur sechs Wahlkabinen zur Verfügung. Die Folge: Rund 4000 Menschen, darunter viele mitangereiste Kinder und Angehörige von Wählern, mussten nach Angaben der Feuerwehr in praller Sonne vor dem Gebäude ausharren. Es bildete sich eine rund 800 Meter lange Schlange.

Die Feuerwehr verteilte unter den durstenden Menschen Getränke. "Viele waren dehydriert und hatten Kreislaufprobleme", sagte ein Feuerwehrsprecher. Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Helfer stellten eine mobile Toilettenanlage auf. Ursprünglich sollte das Wahllokal um 18.00 schließen, wegen des Andrangs wurde laut Feuerwehr die Öffnungszeit auf 22.00 Uhr verlängert. Der Wahlleiter hatte am Nachmittag die Leitstelle alarmiert, weil die Lage zu eskalieren drohte.

Ähnlich war die Situation unter anderem auch vor dem rumänischen Generalkonsulat in München. Dort standen am Nachmittag ebenfalls Tausende von Wählern an. Einige hatten Sorge, ihre Stimme nicht mehr abgeben zu können. Viele kritisierten, es gehe in dem Gebäude zu langsam voran, und es gebe zu wenige Wahlurnen.

In Deutschland lebende EU-Ausländer dürfen darüber entscheiden, ob sie ihre Stimme einer Partei ihres Gastlandes oder einer Partei ihres Herkunftslandes geben. Die Stimmabgabe für Parteien des Herkunftslandes erfolgt in den Botschaften oder in den eigens eingerichteten Wahlzentren.