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Wahlen - Rostock

Barley stöhnt über journalistische Dauerbeobachtung

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Rostock (dpa) - Bundesjustizministerin Katarina Barley setzt darauf, dass sie nach ihrem Wechsel nach Brüssel weniger unter journalistischer Beobachtung steht als bisher. Die Dauerpräsenz der Berliner Journalisten empfinde sie echt anstrengend, sagte die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl am Dienstagabend beim "Politischen Salon" der "Ostsee-Zeitung" in Rostock. "Man kann keinen Schritt tun, ohne dass das irgendwie kommentiert wird."

Sie hadere auch oft mit der Auswahl der Fotos, die von ihr gezeigt würden. Sie habe das Gefühl, dass immer das schlimmste Bild ausgesucht werde - wenn der Mund mal wieder ganz schräg sei, sagte die 50-Jährige. "Und egal, was man macht, man macht es nie richtig." In Brüssel werde sie auch ganz viel Politik machen - aber nicht so im Scheinwerferlicht wie in Berlin. "Tut mir leid", fügte sie mit einem Lächeln hinzu.