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Wahlen - Magdeburg

Lischka zur EU-Wahl: "Wirken wie angestaubter Betriebsrat"

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Magdeburg (dpa/sa) - Die SPD muss sich aus Sicht von Sachsen-Anhalts Parteichef Burkhard Lischka inhaltlich modernisieren. "Wir wirken gerade für junge Leute ein bisschen wie der angestaubte Betriebsrat Deutschlands", sagte er am Sonntagabend mit Blick auf die prognostizierten Verluste seiner Partei bei der Europawahl. Gerade in der Gruppe der Unter-Dreißigjährigen hätten die Sozialdemokraten "rein gar nichts zu melden, wie die CDU auch nicht."

Lischka sitzt für die SPD als Innenexperte auch im Bundestag. Es sei nicht zu verhehlen, dass es angesichts der erwarteten Wahlergebnisse Personaldiskussionen gebe, sagte er. "Aus meiner Sicht ist es aber nicht damit getan, die Personalvorsitzende oder Fraktionsvorsitzende zu wechseln." Beide Positionen hat derzeit Andrea Nahles. Wichtiger sei es, dass die SPD bei den großen Zukunftsthemen ein klares Profil gewinne. So sei es eine berechtigte Frage, wo die SPD beim dominierenden Thema Klimaschutz inhaltlich stehe, so Lischka.

Sowohl bei den bundesweiten Prognosen als auch im Land zeichneten sich deutlich schlechtere Ergebnisse ab als vor fünf Jahren. Im Bundestrend landete die SPD hinter Union und Grünen, im Land laut Zwischenergebnissen hinter CDU, AfD und Linken.