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Wahlen - Ilmenau

Mehr als zwei Milliarden für Thüringen aus EU-Fördermitteln

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Ilmenau/Erfurt (dpa/th) - Ein Trainingsroboter, Hilfe für Langzeitarbeitslose oder Eis vom Bauernhof: Viele Thüringer Projekte sind in den vergangenen Jahren mithilfe von EU-Fördermitteln umgesetzt worden. Wie die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland mitteilte, stehen noch für Projekte in der aktuellen Förderperiode (2014 bis 2020) mehr als zwei Milliarden Euro aus verschiedenen Töpfen zur Verfügung.

Die Bedeutung dieser Gelder wird derzeit auch mit Blick auf die bevorstehende Europawahl diskutiert. Zeitgleich mit den Kommunalwahlen in allen neuen Ländern wird am 26. Mai ein neues Europäisches Parlament gewählt.

Die Technische Universität Ilmenau konnte zum Beispiel mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) einen Trainingsroboter entwickeln. Er soll Patienten, die orthopädische Operationen an Fuß, Knie oder Hüfte hatten, in der ambulanten Rehabilitation bei personalisierten Gangübungen helfen. Fördersumme: Rund 472 000 Euro.

Aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sind unter anderem Fördermittel in Höhe von rund 543 000 Euro in ein Projekt der Caritas aus Erfurt für Langzeitarbeitslose geflossen. Dabei sollen Begleiter den Menschen helfen, wieder am gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Leben teilzuhaben.

Durch die EU-Förderung für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum (EGFL und ELER) wiederum konnte zum Beispiel eine Eisfabrik im Wartburgkreis gebaut werden, in der ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb "Bauernhofeis" herstellt. Es wird in einem familienbetriebenen Café verkauft, das ebenfalls von der Fördersumme (knapp 50 000 Euro) profitiert hat.