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Wahlen - Hannover

Landratswahl: Mehr als 550 000 Niedersachsen aufgerufen

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Hannover (dpa/lni) - In Niedersachsen werden am Sonntag drei neue Landräte bestimmt. Mehr als 550 000 Menschen sind in den Landkreisen Lüneburg, Osnabrück und in der Grafschaft Bentheim zur Stichwahl aufgerufen, zu der jeweils die beiden Bestplatzierten des ersten Wahldurchgangs vom 26. Mai antreten. Insgesamt stehen am Sonntag 23 Stichwahlen in Niedersachsen an, in den meisten Fällen wird ein neuer Bürgermeister bestimmt. Auch 16- und 17-Jährige können bei diesen Direktwahlen ihre Stimme abgeben.

Zur Stichwahl im Landkreis Lüneburg treten Jens Böther (CDU) und Norbert Meyer (SPD) an. Böther hatte vor drei Wochen 35,6 Prozent der Stimmen erreicht, für Meyer hatten 28,3 Prozent der Wähler votiert. Erika Romberg (Grüne) erreichte 26,9 Prozent. Amtsinhaber Manfred Nahrstedt (SPD) war nicht noch einmal zu der Wahl angetreten. Er hatte 2006 den Landratsposten übernommen. Die Zahl der Wahlberechtigten liegt bei 149 000.

Im Landkreis Osnabrück will Amtsinhaber Michael Lübbersmann (CDU) seinen Posten gegen Anna Kebschull (Grüne) verteidigen. Lübbersmann kam im ersten Wahlgang auf 43,4 Prozent und Kebschull auf 30,2 Prozent der abgegebenen Stimmen. 294 000 Menschen sind im Landkreis wahlberechtigt. Seit Kriegsende hat die CDU bisher immer den Osnabrücker Landrat gestellt.

Auch in der Grafschaft Bentheim hatte im ersten Wahlgang kein Kandidat die erforderliche absolute Mehrheit erreicht. Uwe Fietzek (CDU) kam auf 40,0 Prozent der Stimmen, dicht gefolgt von Volker Pannen (SPD), der 38,3 Prozent der abgegebenen Stimmen erhielt. Sie stellen sich am Sonntag erneut zur Wahl. Fietzek ist erster Kreisrat, Pannen Bürgermeister von Bad Bentheim. Der bisherige Amtsinhaber Friedrich Kethorn (CDU) trat aus Altersgründen nicht mehr an. Rund 112 500 Menschen sind in der Grafschaft Bentheim zur Wahl aufgerufen.