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Wahlen - Hamburg

Wahlendergebnis: Abweichungen bei Grünen und Beteiligung

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Hamburg (dpa/lno) - Bei der Europawahl hat die Wahlbeteiligung in Hamburg laut Endergebnis noch etwas höher gelegen als laut dem am Wahlabend verkündeten vorläufigen. Die Grünen mussten bei ihrem in der Hansestadt erzielten Rekordergebnis hingegen leichte Abstriche machen, wie Wahlleiter Oliver Rudolf am Freitag bei der Verkündung des Endergebnisses sagte.

Die Zahl der abgegebenen Stimmen erhöhte sich gegenüber dem vorläufigen Ergebnis demnach um 2788 auf 805 905, so dass die Wahlbeteiligung um 0,2 Prozentpunkte auf 61,9 Prozent nach oben ging. Die Grünen büßten 0,1 Prozentpunkte ein, bleiben aber mit 31,1 Prozent und deutlichem Abstand stärkste Kraft vor SPD (19,8), CDU (17,7), Linken (7,0), AfD (6,5), FDP (5,6) und der Satirepartei "Die Partei" (3,8), an deren Ergebnissen sich nichts mehr änderte.

Zu der höheren Zahl der abgegebenen Stimmen habe geführt, dass Briefwähler ihren Stimmzettel zur Europawahl nicht in dem dafür vorgesehenen Umschlag, sondern mit in dem für die zeitgleich abgehaltenen Bezirksversammlungswahlen zurückgeschickt hätten. Da die Auszählung der Bezirkswahlen erst am Montag nach der Wahl begonnen habe, seien die Europawahl-Stimmzettel auch erst dann gefunden worden.

Rudolf berichtete in der Ausschusssitzung auch von einem Vorfall in einem Wahllokal im Bezirk Nord, wo ein Wähler behauptet habe, einen bereits mit einem Kreuz versehenen Stimmzettel erhalten zu haben. Der Wähler habe daraufhin einen neuen Stimmzettel bekommen. Weitere Vorkommnisse seien nicht gemeldet worden, sagte der Wahlleiter.