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Wahlen - Görlitz

Meuthen: FPÖ bleibt Schwesterpartei der AfD

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Görlitz (dpa) - Die Alternative für Deutschland (AfD) steht auch nach der Video-Affäre um den zurückgetretenen Vizekanzler Heinz-Christian Strache zur Freiheitlichen Partei Österreichs. "Die FPÖ ist unsere Schwesterpartei und sie wird es bleiben", sagte AfD-Chef Jörg Meuthen am Donnerstagabend beim Abschluss des Europawahlkampfs in Görlitz. Es sei ein "sehr schwerer Fehler" gewesen, die Beteiligten hätten das aber sofort verstanden und umgehend Konsequenzen gezogen.

Die FPÖ habe "hervorragende Leute", die nichts mit dem Skandal zu tun hätten, erklärte Meuthen. Auch wenn die Gegner der AfD nun Morgenluft witterten, sei sicher: "Das wird die Wahlchancen der AfD nicht beeinträchtigen." Meuthen rief die mehreren Hundert Zuhörer auf, "den Altparteien eine ganz bittere Niederlage zu bereiten, kommunal und bei der Wahl zum Europäischen Parlament" und für "ein Europa der Vaterländer und der Freiheit" zu stimmen.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla gab zuvor die Richtung vor: "Sachsen zuerst", motiviert durch das Treffen mit dem Ex-Wahlkampfstrategen von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, Anfang dieser Woche in Berlin. Der Görlitzer Malermeister hatte im Herbst 2017 den Wahlkreis des heutigen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) gewonnen. Auch AfD-Landeschef Jörg Urban forderte die Anwensenden auf, "von Sachsen aus ein starkes Signal für eine neue Politik zu setzen" - bis nach Europa.