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Wahlen - Augsburg

Augsburger Grünen-Fraktionschefin ist OB-Kandidatin für 2020

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Augsburg (dpa/lby) - Die Fraktionschefin der Grünen im Augsburger Stadtrat, Martina Wild, ist am Mittwochabend zur Oberbürgermeister-Kandidatin gewählt worden. Bei der Nominierungsversammlung erhielt sie 55 von 60 gültigen Stimmen. Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wird Wild voraussichtlich gegen etwa zehn Mitbewerber antreten müssen.

Wild kündigte an, dass sie Augsburg als Oberbürgermeisterin zu einer klimaneutralen Stadt umbauen wolle. Dabei wolle sie bei der Mobilität auf den öffentlichen Nahverkehr und den Radverkehr setzen, nicht auf private Fahrzeuge. "Ich will Menschen von A nach B bringen, nicht Autos", sagte die 42-Jährige.

Wild hatte sich im Vorfeld der offiziellen Nominierungsversammlung in einem Auswahlverfahren gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Die Mitglieder der Augsburger Grünen stimmten bei einer schriftlichen Befragung mehrheitlich für die Vorsitzende der Stadtratsfraktion, die zwei Mitbewerber zogen daraufhin ihre Kandidatur zurück.

Bislang hatten in Bayerns drittgrößter Stadt immer Kandidaten von CSU oder SPD das Rennen gemacht, doch bei der bevorstehenden Wahl werden auch der Grünen-Bewerberin gute Chancen eingeräumt. Bei der Europawahl im Mai erreichten die Grünen in Augsburg fast 26 Prozent und wurden hinter der CSU (rund 31 Prozent) mit großem Abstand die zweitstärkste Kraft.

Nachdem CSU-Amtsinhaber Kurt Gribl angekündigt hat, bei der Oberbürgermeisterwahl nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten zu wollen, verspricht der Urnengang spannend zu werden. Die CSU hat Gribls Stellvertreterin, Bürgermeisterin Eva Weber, als OB-Kandidatin aufgestellt. Die Sozialdemokraten wollen den städtischen Ordnungsreferenten Dirk Wurm als OB-Kandidaten benennen.