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Sportpolitik - Frankfurt am Main

Landessportbund Hessen soll höhere Zuschüsse erhalten

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Landessportbund Hessen darf künftig mit einer höheren Förderung seitens der Landesregierung rechnen. Beim Hauptausschuss des Dachverbandes des organisierten Sports am Samstag in Frankfurt bestätigte der hessische Innen- und Sportminister Peter Beuth entsprechende Pläne. "Die Gespräche laufen", sagte der CDU-Politiker. "Wir brauchen eine handlungsfähige Sportorganisation."

Bislang belaufen sich die Zuschüsse, die der lsb-h mit seinen 2,1 Millionen Mitgliedern und 7700 Vereinen aus den Glücksspiel- und Wetteinnahmen erhält, auf jährlich 20,1 Millionen Euro. Präsident Rolf Müller forderte in seiner Rede vor den Delegierten aus Sportkreisen und -fachverbänden eine Aufstockung um 25 Prozent auf 25,1 Millionen Euro. "Der Sport ist kein Bittsteller", betonte Müller. "Sein Anteil am Brutto-Inlandsprodukt beläuft sich auf mehr als 90 Milliarden Euro."

Auf ehrenamtlicher Ebene werde im hessischen Sport monatlich eine Arbeitsleistung von 1,7 Millionen Stunden erbracht. Dabei übernehmen die Engagierten und Mitarbeiter in den Vereinen und Verbänden zahlreiche gesellschaftspolitische Aufgaben. "Der Sport", so Müller weiter, "ist keine Nebensache, sondern ein knallharter politischer Faktor."

Im Vorgriff auf das Kommende übergab Beuth zwei Schecks über je 100 000 Euro für das Haus der Athleten in Frankfurt und den Olympiastützpunkt Hessen. Insgesamt unterstützt das Land den Sport mit jährlich 56 Millionen Euro, wobei 20 Millionen Euro auf die Sanierung von Sportstätten entfallen und zehn Millionen Euro in die Bäderlandschaft investiert werden.