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Sportpolitik - Bonn

WADA-Präsident Reedie würdigt NADA als "Modell für alle"

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Bonn (dpa) - Es war eine beeindruckende Hommage, die Andrea Gotzmann als Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur im Bonner Haus der Geschichte genießen konnte. "Die NADA ist ein Modell für alle. Sie leistet exzellente Arbeit", würdigte Sir Craig Reedie als Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur das Wirken der deutschen Partnerorganisation, die am Dienstag im Beisein von rund 150 Ehrengästen ihr 15-jähriges Bestehen feierte.

Auch der geschäftsführende Bundesinnenminister Thomas de Maizière honorierte die Arbeit der NADA, die bei ihrem Start vor 15 Jahren fünf hauptamtliche Mitarbeiter hatte - jetzt sind es 36. "Die Gründung der NADA war ein Meilenstein hin zu einem sauberen und gerechteren Sport in Deutschland", teilte de Maizière in einem schriftlichen Grußwort mit.

Die NADA stehe für Integrität, Transparenz und einen Kulturwandel im Sport und in der Gesellschaft", so der CDU-Politiker weiter. Doping sei Unrecht, Doping mache krank, Doping raube dem Sport sein Fundament, ergänzte de Maizière. Sein Staatssekretär Hans-Georg Engelke forderte in Bonn die Bundesländer und die deutsche Wirtschaft auf, ihr finanzielles Engagement für die NADA zu erhöhen.

Die ehemalige Basketball-Nationalspielerin Gotzmann betonte, die NADA sei "ein verlässlicher Partner für die sauberen Athletinnen und Athleten". Veronika Rücker, die neue Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes, bezeichnete die NADA als "ein längst anerkanntes Kompetenzzentrum".

Bei den bevorstehenden Olympischen Winterspielen und Paralympics in Pyeongchang solle für die deutschen Athleten vor allem eines gelten, sagte Rücker: "Lieber ein sechster oder achter Platz als eine Medaille mit Betrug." Ihr größter Wunsch für die Spiele in Südkorea sei es, "dass unsere Athletinnen und Athleten auf saubere Konkurrenz treffen".

Reedie begrüßte in Bonn erneut das IOC-Urteil gegen Russland wegen systematischen Dopings. Russische Sportler dürfen wegen des institutionalisierten Manipulationssystems in ihrem Land nur unter neutraler Flagge an den Winterspielen teilnehmen. In Südkorea dürfen nur unbelastete russische Athleten starten.