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Parteien - Zweibrücken

CDU und SPD in Zweibrücken entzweit

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Zweibrücken (dpa/lrs) - Begleitet von Vorwürfen an den bisherigen Koalitionspartner SPD hat die CDU in Zweibrücken das gemeinsame Bündnis im Stadtrat der pfälzischen Kommune mit sofortiger Wirkung aufgelöst. "Zumindest mit Teilen der SPD-Fraktion ist keinerlei Vertrauensbasis mehr gegeben und eine weitere Zusammenarbeit fachlich und persönlich unmöglich", hieß es am Freitag aus der örtlichen CDU.

In einer Erklärung, die die Partei schon am Donnerstag veröffentlicht hatte, nahm die CDU den neuen Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) von den Vorwürfen ausdrücklich aus. Den Angaben zufolge wäre der Koalitionsvertrag ohnehin nach der Kommunalwahl Ende Mai ausgelaufen.

Als Grund für ihren Schritt nannte die CDU "Vorfälle und Verhalten einiger SPD-Stadtratsmitglieder im Oberbürgermeisterwahlkampf". Bei der Abstimmung im Oktober 2018 hatte sich Wosnitza (56,1 Prozent) gegen den CDU-Kandidaten Christian Gauf (43,9 Prozent) durchgesetzt.

Aus Reihen der SPD hieß es, bei den Vorwürfen handele es sich um reine Unterstellungen. Die südwestpfälzische Kommune Zweibrücken ist mit rund 35 000 Einwohnern kleinste kreisfreie Stadt Deutschlands.