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Grünes Band: CDU will Klarstellung für Landbesitzer

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Magdeburg (dpa/sa) - Bei den Plänen für den Schutz des Grünen Bandes pocht die CDU-Fraktion auf die Freiwilligkeit für Landbesitzer. Das Gesetz für ein Nationales Naturmonument müsse dazu klare Regelungen enthalten, sagte CDU-Agrarexperte Bernhard Daldrup am Mittwoch in Magdeburg. Wer sein Land nicht tauschen oder verkaufen wolle, dürfe nicht dazu gezwungen werden. Diese Flächen seien dann aus dem geplanten Schutzgebiet herauszuhalten. "Wir dürfen den Menschen nicht das Gefühl geben, dass eine neue grüne Grenze entsteht", sagte Daldrup. Ihm zufolge geht es um rund ein Viertel des Grünen Bandes, das noch nicht in öffentlicher Hand ist.

Sachsen-Anhalt hat sich vorgenommen, den ehemaligen Grenzstreifen bis zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am 9. November als Nationales Naturmonument auszuweisen - eine neu geschaffene Kategorie im Bundesnaturschutzgesetz. Naturschutz und Erinnerungskultur sollen gleichermaßen berücksichtigt werden. Zuletzt gab es in der Koalition aus CDU, SPD und Grünen Streit um den Zeitplan. Die CDU will Formulierungen im Gesetzentwurf rechtlich prüfen lassen, um die Freiwilligkeit für Landbesitzer sicherzustellen. Daldrup sagte, er sei trotzdem zuversichtlich, den 9. November zu halten. Thüringen hat das Grüne Band bereits zum Nationalen Naturmonument erklärt.