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Entscheidung über CDU-Spitzenkandidaten fällt im Frühjahr

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Hamburg (dpa/lno) - Auch angesichts neuer Spekulationen über die Findung eines Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl im kommenden Jahr in Hamburg will die CDU an ihrem Zeitplan festhalten. Die Entscheidung werde im Frühjahr fallen, sagte der Landesvorsitzende Roland Heintze am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. "Wir haben ein vereinbartes Verfahren, das gilt."

Zu einem Bericht des "Hamburger Abendblatts", dass der Altonaer Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg als möglicher Bürgermeisterkandidat in Gesprächen mit der Parteiführung stehe, wollte er sich nicht äußern. "An Spekulationen beteiligen wir uns nicht. Es gibt eine Menge gute Kandidaten. Alle Optionen sind auf dem Tisch."

Die Suche nach einem oder einer CDU-Kandidatin, der oder die im Februar kommenden Jahres gegen SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher antreten soll, beschäftigt Heintze und Fraktionschef André Trepoll bereits seit Monaten, nachdem die ursprüngliche Wunschkandidatin, die türkischstämmige frühere niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan, im Oktober krankheitsbedingt abgesagt hatte. Sie sollen dem Parteivorstand einen neuen Vorschlag unterbreiten. Derzeit liegt die CDU in Umfragen bei historisch schlechten 14 Prozent.

Trepoll hatte Özkan seinerzeit als bessere Kandidatin bezeichnet, eigene Ambitionen aber nie ausgeschlossen. Dem "Abendblatt" zufolge sind alle Versuche, einen externen Kandidaten zu finden, bisher gescheitert. Weinberg, früherer CDU-Landesvorsitzender, sitzt seit 2005 im Bundestag, seit 2014 als familienpolitischer Sprecher der Union. Der 51-Jährige mache sich über eine Kandidatur ernsthaft Gedanken, schreibt das Blatt.