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Parteien - Dresden

Sächsische AfD sieht Verhältnis zur FPÖ nicht getrübt

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Dresden (dpa/sn) - Die sächsische AfD sieht nach der Affäre um den früheren österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache ihr Verhältnis zu dessen FPÖ nicht getrübt. "An unserem Verhältnis zur FPÖ hat sich nichts geändert", sagte Landesschatzmeister Carsten Hütter am Dienstag in Dresden.

Parteichef Jörg Urban hatte die Vorgänge als "Fehlverhalten von zwei einzelnen Politikern" bezeichnet: "Die beiden sind leider - muss man so sagen - dort angekommen, wo die Altparteien schon lange sind." Fehltritte müssten an einzelnen Personen festgemacht werden und nicht an einer ganzen Partei.

Strache trat am Samstag als Vizekanzler und FPÖ-Chef zurück. Am Freitag hatten der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" Berichte zu einem Video aus dem Jahr 2017 veröffentlicht, in dem möglicherweise illegale Parteispenden an die FPÖ thematisiert werden.

Zudem stellt Strache einer angeblichen russischen Oligarchen-Nichte bei dem heimlich gefilmten Treffen auf Ibiza öffentliche Aufträge in Aussicht, sollte sie der FPÖ zum Erfolg bei den Nationalratswahlen 2017 verhelfen. Neben Strache ist auf dem Video auch dessen Vertrauter Johann Gudenus als Dolmetscher zu sehen.