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Parteien - Chemnitz

Kipping zieht kritische Bilanz zur Europawahl

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Chemnitz (dpa) - Die Linke hat vier Wochen nach der Europawahl eine kritische Bilanz ihres Wahlergebnisses gezogen. Man habe in Bezug auf Europa als unsicherer Kantonist gegolten, sagte die Bundesvorsitzende Katja Kipping am Samstag zum Auftakt des sächsischen Landesparteitages in Chemnitz. "Unsere Position für Europa war nicht klar", sagte sie in ihrer Eröffnungsrede. Die Europa- und Kommunalwahlen seien daher ein Warnsignal gewesen.

Die Linke hatte bei der Europawahl 5,5 Prozent der Stimmen erhalten und damit 1,9 Prozentpunkte weniger als 2014. "Zweideutige Signale führen dazu, dass Wähler in der Kabine ihre Kreuze woanders machen", sagte Kipping. Als Beleg führte sie an, dass die Linke bei den Bürgerschaftswahlen in Bremen mit einer klaren Aussage gegen die Spaltung der Gesellschaft ihr Wahlergebnis auf 11,32 Prozent gesteigert hatte - das sind rund 1,8 Prozentpunkte mehr als 2015.