bedeckt München 31°

Parteien - Berlin

Grütters und Wegner gehen in CDU-Machtkampf aufeinander zu

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/bb) - Im Machtkampf um den Vorsitz der Berliner CDU gehen Amtsinhaberin Monika Grütters und ihr Herausforderer Kai Wegner aufeinander zu. Nach Angaben aus Wegners Umfeld trafen sich beide Politiker zu einem Gespräch, das "gut und konstruktiv" verlaufen sei. Die Beratungen würden fortgesetzt, "um die Berliner CDU so gut wie möglich personell aufzustellen, um den rot-rot-grünen Senat 2021 ablösen zu können", hieß es am Mittwoch. Der CDU-Landesverband erklärte, die Parteivorsitzende führe zur Zeit zahlreiche Gespräche. "Monika Grütters und Kai Wegner suchen konstruktive Lösungen für die personelle Aufstellung und die Zukunft der Berliner CDU und für die Zukunft der Stadt."

Am Vortag war bekannt geworden, dass der Bundestagsabgeordnete und CDU-Landesvize Wegner (46) der bisherigen CDU-Chefin Grütters (57) ihr Amt streitig macht. Grütters machte daraufhin deutlich, dass sie das Feld nicht kampflos räumen will. "Selbstverständlich habe ich vor zu kandidieren", sagte die Kulturstaatsministerin der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den Parteitag am 18. Mai. Zugleich schlug sie einen Mitgliederentscheid für den Fall vor, dass es mehrere Bewerber für den Parteivorsitz gibt.

Wegner äußerte sich auch am Mittwoch nicht offiziell zu seinem Vorstoß. Hintergrund des Machtkampfs ist Unzufriedenheit in Teilen der Partei über mäßige bis schlechte Umfragewerte, über die eher seltene Präsenz der Bundespolitikerin Grütters auf Landesebene und über einige ihrer Entscheidungen.