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Parteien - Berlin

Bundestagsabgeordneter Wegner will Berliner CDU-Chef werden

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Berlin (dpa/bb) - Der Spandauer Bundestagsabgeordnete Kai Wegner will CDU-Vorsitzender in Berlin werden und fordert damit Amtsinhaberin Monika Grütters heraus. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Parteikreisen, nachdem "Berliner Morgenpost" und "Tagesspiegel" darüber berichtet hatten. Auf dem nächsten CDU- Parteitag am 18. Mai könnte es zu einer Kandidatur beider Politiker kommen. Denkbar ist aber auch, dass sich beide im Vorfeld über ihr Vorgehen verständigen.

Grütters (57) ist Kulturstaatsministerin im Bundeskanzleramt. Den Vorsitz der Berliner CDU hatte sie im Dezember 2016 übernommen - nach einem desaströsen Ergebnis für die Union von nur 17,6 Prozent bei der Abgeordnetenhauswahl. Grütters hat sich zum Ziel gesetzt, die Partei zu verjüngen und mehr Frauen den Aufstieg in wichtige Positionen zu ermöglichen. Damit hat sie sich nicht nur Freunde gemacht. Unzufriedenheit gibt es in der CDU auch, weil Grütters als Mitglied der Bundesregierung eher selten landespolitische Akzente setzt.

Wegner (46) gilt als bestens vernetzt und sitzt seit 2005 im Bundestag. Aktuell ist er Sprecher der CDU/CSU-Fraktion für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen. Von 2011 bis 2016 war er Generalsekretär der Berliner CDU, ehe er das Amt auf Wunsch von Grütters aufgab. Als Nachfolger wurde - seinerzeit erst im zweiten Wahlgang - Stefan Evers gewählt.