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Landtag - Wiesbaden

Landesregierung gab rund 20 Millionen Euro für Berater aus

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Wiesbaden (dpa/lhe) - In der zurückliegenden Legislaturperiode hat die hessische Landesregierung etwa 20 Millionen Euro für externe Beratungsleistungen ausgegeben. Der größte Anteil entfiel auf das Umweltministerium mit etwa 5,8 Millionen Euro, wie aus einer Antwort der Staatskanzlei auf eine parlamentarische Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Rolf Kahnt hervorgeht.

Größere Summen seien dabei in den Klima- und Grundwasserschutz geflossen, teilte eine Sprecherin des Umweltministeriums mit. Unter anderem seien wissenschaftliche Gutachten und Öffentlichkeitskampagnen bezahlt worden. Das Finanzministerium hat etwa 5,4 Millionen Euro für Beratungsverträge gezahlt. Ein Großteil sei in die Verbesserung der Verwaltungsprozesse geflossen, wie aus der Antwort der Staatskanzlei hervorgeht.

Antragsteller Kahnt sagte, externe Berater dürften nicht zur Gewohnheit werden. "Manches hätten die Ministerien womöglich selber bewerkstelligen können. Das wollen wir prüfen." Die AfD-Fraktion macht die Verträge an diesem Mittwoch im Landtag zum Thema.

Einige der Beraterverträge haben bis in die aktuelle Legislaturperiode Bestand. Eine genaue Aufschlüsselung der Kosten sei aber noch nicht möglich, teilte der Chef der Staatskanzlei mit. Als Beratervertrag gelten in diesem Zusammenhang Verträge über Leistungen, die von Unternehmen außerhalb der Landesverwaltung erbracht werden.