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Landtag - Wiesbaden

Krebsregister soll Daten mit Kinderkrebsregister abgleichen

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Das hessische Krebsregister soll nach einem Vorschlag der schwarz-grünen Landesregierung künftig Daten mit dem Deutschen Kinderkrebsregister austauschen. Außerdem ist geplant, die Löschfristen für Daten zu verlängern. Die Vorschläge seien sinnvoll und praxisnah, sagte die AfD-Abgeordnete Claudia Papst-Dippel am Dienstag im Landtag in Wiesbaden in der Debatte um die Verlängerung des Krebsregistergesetzes.

Das Regelwerk ist seit 2014 Grundlage für den Aufbau eines klinischen Krebsregisters in Hessen. Zusätzlich zu dem bestehenden epidemiologischen Krebsregister, das nur Neuerkrankungen und Todesfälle erfasst, sollen in dem klinischen Register weitere Informationen aufgenommen werden - etwa zur Behandlung und Verlauf von Erkrankungen. Dadurch sollen sich neue Therapie-Ansätze eröffnen.

"Das klinische Register wurde in Hessen leider viel zu spät eingeführt", bemängelte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Daniela Sommer. Aussagekräftige Ergebnisse würden daher bislang fehlen, um Krebspatienten zu helfen. Auch fehle es den Patienten in Hessen noch an ausreichenden Informationen zu Behandlungszentren.