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Landtag - Wiesbaden

FDP fordert "Pakt für den Wald"

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Die FDP-Fraktion fordert einen "Pakt für den Wald" in Hessen. Das Ziel müsse der Erhalt eines arten- und strukturreichen Mischwaldes mit hoher Biodiversität sein, erklärte die Forstexpertin der Liberalen, Wiebke Knell, am Donnerstag im hessischen Landtag in Wiesbaden. Die Pläne der Landesregierung für eine weitere Stilllegung des Staatswaldes seien dagegen der falsche Weg. Die Folgen seien eine negative CO2-Bilanz und damit eine Belastung für das Klima. Zudem sei eine geringere Artenvielfalt zu erwarten.

Nach Angaben des Umweltministeriums müssen insgesamt zehn Prozent der gesamten Staatswaldfläche nach den Standards des "Forest Stewardship Council (FSC)" stillgelegt und als Naturwald ausgewiesen werden. Acht Prozent seien bereits aus der Bewirtschaftung genommen, weitere zwei Prozent (6400 Hektar) sollen bis 2023 folgen. Auf diesen Flächen ist dann unter anderem der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nur noch in speziellen Einzelfällen nach Genehmigung erlaubt.

Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) verspricht sich durch die Zertifizierung, dass der Wald widerstandsfähiger gegen Auswirkungen des Klimawandels und Schädlingsbefall wird. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) sieht die Pläne dagegen sehr kritisch.