bedeckt München 30°

Landtag - Mainz

Opposition vermisst Tempo bei ÖPNV-Entwicklung

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Mainz (dpa/lrs) - Die Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag hat mehr Tempo bei der Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs gefordert. Ein umfassendes Konzept fehle, monierte CDU-Fraktionschef Christian Baldauf am Mittwoch in Mainz. Es brauche eine App, auf der Nutzer alle Angebote einsehen könnten sowie einheitliche Tarife. Die kürzlich vorstellte Dachmarke "Rolph" für den öffentlichen Nahverkehr im Land bringe indes nichts Neues, und doch seien für die Werbekampagne 600 000 Euro ausgegeben werden, kritisierte Baldauf. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) wehrte sich gegen die Kritik.

"Rolph" ist eine gemeinsame Initiative des Verkehrsministeriums und der Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und Süd (ZSPNV-Süd) und löst den Rheinland-Pfalz-Takt ab. Über die Internetseite "rolph.de" wollen die Institutionen die Kommunikation zum ÖPNV vereinfachen.

Minister Wissing betonte, "Rolph" bringe sehr wohl Neues. Es gebe nur noch eine Sorte an Fahrkartenautomaten im Land, das Busnetz werde künftig aus einer Hand geplant und das Marketing etwa für Zugverbindungen werde gebündelt. Auch ein neues Nahverkehrsgesetz werde kommen. Staatssekretärin Daniela Schmitt (FDP) hatte im Verkehrsausschuss des Landtages einen Referentenentwurf bis zum Sommer angekündigt. Dabei wird es auch um die künftige Finanzierung des ÖPNV gehen. Die Oberbürgermeister der fünf größten Städte von Rheinland-Pfalz - Trier, Mainz, Ludwigshafen, Koblenz und Kaiserslautern - hatten vor einigen Wochen erklärt, diese sei nur gemeinsam von Bund, Land und Kommunen zu stemmen.