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Landtag - Hannover

AfD prangert soziale Ungerechtigkeit an

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Hannover (dpa/lni) - Die AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat soziale Ungerechtigkeiten in Deutschland beklagt. "Ein Land, das den Anspruch hat, ein reiches Land zu sein, sollte in der Lage sein, verlässliche Arbeitsplätze zu bieten und eine Seniorenversorgung, die diesen Ausdruck auch verdient", sagte AfD-Fraktionschefin Dana Guth am Donnerstag. Die AfD weist seit Anfang Juni mit Plakaten und dem Slogan "Weil, es reicht" auf soziale Probleme wie Altersarmut in Niedersachsen hin, im Landtag machte sie das Thema "Volle Kassen - arme Menschen" zum Punkt der aktuellen Stunde.

Vertreter der übrigen Parteien bezeichneten die AfD-Kampagne als Heuchelei. Der CDU-Abgeordnete Jörg Hillmer sprach von einem Strategiewechsel der Partei, die im Osten Deutschlands sehr erfolgreich Neidgefühle der Menschen angesprochen habe. "Ich persönlich reagiere allergisch, wenn die Sozialisten das Nationale entdecken und die Nationalen das Soziale."

Der SPD-Abgeordnete Oliver Lottke sagte, die AfD wolle die Menschen gegeneinander aufbringen. "Wenn es für Heuchelei einen Orden gebe, dann hätten Sie den im Abo." Sozial schwache Menschen hätten von der AfD nichts zu erwarten, da das Parteiprogramm von Neoliberalismus geprägt sei.