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Landtag - Düsseldorf

Minister Laumann informiert Landtag über Wohnungslosigkeit

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Düsseldorf (dpa/lnw) - Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) unterrichtet den Landtag heute über eine Landesinitiative zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit. Dabei werden auch neue Zahlen für 2018 erwartet. "Obdachlosigkeit ist nach Hunger das schlimmste Merkmal von Armut", hatte Laumann vor einem Jahr gesagt. NRW liefert jährlich einen "Wohnungsnotfall-Bericht".

Zum bislang letzten Stichtag Ende Juni 2017 waren in NRW rund 32 300 Personen wohnungslos gemeldet - beinahe 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bereits von 2015 auf 2016 hatte die Zahl der Wohnungslosen um fast 15 Prozent zugenommen. Das NRW-Sozialministerium hatte den hohen Anstieg vor einem Jahr vor allem auf die behelfsmäßige Unterbringung vieler anerkannter Asylbewerber in Notunterkünften zurückgeführt. Wegen der angespannten Wohnungsmärkte fänden viele Städte und Gemeinden nicht sofort bezahlbare Räume.

37 Prozent der erwachsenen Wohnungslosen hatten 2017 keine deutsche Staatsangehörigkeit (2016: 28,3 Prozent). Obdachlosigkeit ist vor allem männlich - 2017 traf das auf zwei Drittel aller Fälle zu. Frauen schlüpfen dagegen oft bei Bekannten unter. Wohnungslosigkeit ist zudem vor allem ein Problem der Großstädte mit dem besonders angespannten Wohnungsmarkt.

Des weiteren debattiert der Landtag in einer Aktuellen Stunde auf Antrag der AfD über die Klima-Proteste im rheinischen Braunkohlerevier am vergangenen Wochenende. Dabei hatte es Demonstrationen der Schülerbewegung "Fridays for Future" und Blockaden der Initiative "Ende Gelände" gegeben. Die AfD wirft in einem Antrag den Organisatoren von "Fridays for Future" einen Schulterschluss mit "extremistischen Gewalttätern" vor.

Die Aachener Polizei sieht das ganz anders. Polizeipräsident Dirk Weinspach lobte die 36 000 überwiegend jungen Menschen, die in Aachen bei "Fridays for Future" demonstriert hatten. Dort sei alles "absolut friedlich" geblieben.