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Kulturpolitik - Schwerin

Fast 2300 Stimmabgaben für künftiges Landeslied von MV

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Schwerin (dpa/mv) - Rund 2150 Menschen haben sich bislang an der am Montag auslaufenden Online-Abstimmung zum künftigen Landeslied Mecklenburg-Vorpommerns beteiligt. Zudem sind in der Geschäftsstelle des Heimatverbandes mehr als 100 Postsendungen eingegangen, wie eine Verbandssprecherin sagte. In der bisherigen Bewertung zeichne sich ein Favorit ab, sagte die Sprecherin, ohne aber den Titel schon zu nennen. Das Bürgervotum werde bei der Auswahl des Siegerliedes eine maßgebliche Rolle spielen. Es soll am 10. April im Theater in Stralsund vorgestellt werden.

Für das künftige Heimatlied war der Wettbewerb "So klingt Mecklenburg-Vorpommern" ausgeschrieben worden. Dazu hatten rund 150 Laien- und Profimusiker aus ganz Deutschland ihre Kompositionen eingereicht. Eine Jury hatte daraufhin eine Vorauswahl getroffen und vier Titel zur Abstimmung gestellt. An der Auswahl hatte es allerdings auch Kritik gegeben.

Der Wettbewerb um ein neues Landeslied ist Teil des Landesprogramms "Meine Heimat - Mein modernes Mecklenburg-Vorpommern" des Kulturministeriums. Heimatverbundene Lieder zur Schönheit der Landschaft gebe es viele, meist aber auch getrennt nach Mecklenburg und Vorpommern. Mit einem neuen Landeslied solle die Einheit des Bundeslandes deutlich gemacht und der Bezug zur Gegenwart klar werden, hatte Kulturministerin Birgit Hesse (SPD) das Anliegen der Liedsuche erläutert.

Eines der vier Lieder in der Endauswahl ist in Plattdeutsch verfasst. Es stammt vom Neubrandenburger Unterhaltungskünstler Gerd Brummund. Die anderen Autoren sind der Musiker Kally Darm aus Tessin bei Boizenburg, die Schriftstellerin Ditte Clemens aus Güstrow, die ihr Lied zusammen mit Gerald Uhlendorf verfasste, sowie Wolfgang Bernstein, der in Rostock aufgewachsen ist und heute als Klavierlehrer in Eisenhüttenstadt lebt. Dem Gewinner winkt eine Prämie von 20 000 Euro.