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Kulturpolitik - Magdeburg

Plus bei Theaterförderung nicht nach Gießkannenprinzip

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Magdeburg (dpa/sa) - Die Linke in Sachsen-Anhalt hat vor dem Gießkannen-Prinzip bei der geplanten Erhöhung der Förderung der Theater und Orchester im Land gewarnt. Die Häuser seien zu unterschiedlich und brächten unterschiedliche Voraussetzungen mit, sagte der kulturpolitische Sprecher der Linke-Fraktion, Stefan Gebhardt, am Montag in Magdeburg. Die Kürzungen bei den Theater in Halle, Dessau und Eisleben in den Theaterverträgen 2013/14 etwa seien ein Fehler gewesen, der rückgängig gemacht werden müsse. Gebhardt wies zudem auf die teils sehr hohen kommunalen Anteile bei der Theaterfinanzierung hin. Viele Kommunen könnten Steigerungen nicht leisten.

Kulturminister Rainer Robra (CDU) hatte im Juni angekündigt, die Theater und Orchester könnten in den kommenden Jahren mit mehr Geld vom Land rechnen. Die Grundförderung für die Häuser werde aufgestockt. Auch die jährliche Dynamisierung, die bislang von Landesseite ein Prozent betrage, solle erhöht werden. Das sei die Position des Landes in den laufenden Verhandlungen mit den Theaterträgern über die Verträge für die Jahre 2019 bis 2023. Die finanzielle Basis ist der Landeshaushalt, über den der Landtag entscheiden muss. Dem Landtag liegen die Pläne der Landesregierung noch nicht vor.