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Kulturpolitik - Berlin

AfD will Mittel für Friedrichstadt-Palast kürzen

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Berlin (dpa/bb) - Die AfD will nach der Kritik des Friedrichstadt-Palastes an ihrer Politik dem Haus die Mittel kürzen. Der AfD-Abgeordnete Dieter Neuendorf forderte am Montag bei den Haushaltsberatungen im Kulturausschuss, gut zwölf Prozent der Zuschüsse für die Showbühne in den kommenden beiden Jahren zu sperren. Damit solle dem Theaterintendanten Berndt Schmidt die Gelegenheit gegeben werden, sein Demokratieverständnis zu überdenken, so Neuendorf.

Schmidt hatte in einer Mail an die Mitarbeiter geschrieben, das Theater werde sich künftig noch deutlicher als bisher von 20 oder 25 Prozent der potenziellen Kunden im Osten abgrenzen. "Ich will all deren Geld nicht", hieß es in dem Brief.

Neuendorf warf Schmidt Verunglimpfung und Stigmatisierung vor. "Wer anderen den Diskurs verweigert, beweist einen zutiefst undemokratischen Geist", sagte er. SPD und Grüne wiesen die Vorwürfe der AfD scharf zurück. "Sie bewegen sich hier außerhalb unseres demokratischen Konsenses", sagte der Grünen-Abgeordnete Daniel Wesener.