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Konflikte - Neumünster

Puigdemont will Haftanstalt in Neumünster besuchen

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Kiel (dpa/lno) - Ein Jahr nach seiner Festnahme in Schleswig-Holstein will der katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont Neumünster besuchen. Geplant ist am Montag eine Spende von 100 Büchern katalanischer Autoren in deutscher Übersetzung an die Justizvollzugsanstalt, wie die Separatistenorganisation Katalanische Nationalversammlung (ANC) am Freitag ankündigte. Anstaltsleiterin Yvonne Radetzki bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Termin, wollte sich aber nicht dazu äußern.

Puigdemont war am 25. März 2018 an der Autobahn 7 auf der Rückreise aus Skandinavien festgenommen worden. Grundlage war ein von Spanien erwirkter europäischer Haftbefehl. Anschließend kam der Politiker in Neumünster in Haft und nach 13 Tagen unter Auflagen wieder frei. Im Juli hob das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht den Auslieferungshaftbefehl gegen Puigdemont auf. Auslöser war der Verzicht des Obersten Gerichts in Madrid auf eine Auslieferung des damals 55-Jährigen. Ende Juli verließ er Deutschland.

Bereits am Sonntagabend will sich Puigdemont in Neumünster mit der Hamburger Ortsgruppe des ANC und weiteren Unterstützern zum Abendessen treffen. Nach der Bücherschenkung am Montag ist vor der Haftanstalt ein Medientermin geplant.