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Kommunen - Suhl

Fusion von Suhl und Schmalkalden-Meiningen vorerst geplatzt

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Suhl (dpa/th) - Aus dem Zusammengehen der bisher kreisfreien Stadt Suhl mit dem Kreis Schmalkalden-Meiningen wird vorerst nichts. Die Entscheidung des Suhler Stadtrats über die Fusion wurde vertagt, sagte eine Stadtsprecherin am Dienstag. Zuerst hatte das "Freie Wort" (Dienstag) darüber berichtet. Erst nach der Kommunalwahl am 26. Mai wolle Suhl erneut Gespräche mit dem Kreis Schmalkalden-Meiningen suchen. Massive Kritik an der Entscheidung Suhls kam von der Landrätin des Kreises, Peggy Greiser (parteilos). Derzeit würden "sämtliche Verhandlungsgrundlagen fehlen", erklärte sie.

Greiser sagte, der Kreis sei einer der wirtschaftlich stärksten in Thüringen. Für ihn bestehe keine Notwendigkeit, die Stadt Suhl aufzunehmen. "Für Suhl sieht die Sache anders aus. Die Stadt braucht einen starken Partner."

Thüringens Landesregierung hatte in den vergangenen Wochen versucht, bei den schwierigen Verhandlungen in Südthüringen zu vermitteln. Im Landesetat stehen beträchtliche Mittel für kommunale Strukturreformen zur Verfügung, von denen in diesem Jahr viele Gemeinden profitierten.

Suhl ist eine von sechs kreisfreien Städten in Thüringen. Die finanzielle Lage der Stadt, die unter starkem Einwohnerschwund litt, gilt als angeschlagen.

Der Kreistag von Schmalkalden-Meiningen hatte im März einem Zusammengehen mit Suhl unter Bedingungen zugestimmt. Der Suhler Stadtrat hatte daraufhin zwar für Verhandlungen über eine Fusion gestimmt, aber eine Reihe von Bedingungen gestellt.