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Kommunen - Potsdam

Superwahltag in Brandenburg: Mehr als 21 000 Bewerber

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Potsdam (dpa/bb) - Den Brandenburgern steht am 26. Mai ein Superwahltag bevor: Bei den Kommunalwahlen bewerben sich mehr als 21 000 Kandidaten für Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen. Hinzu kommen Bürgermeisterwahlen in 264 Gemeinden und ein fast ein Meter langer Stimmzettel für die Europawahl. "Die Zahl der Bewerber ist gegenüber der Kommunalwahl vor fünf Jahren deutlich gestiegen", sagte Landeswahlleiter Bruno Küpper am Montag in Potsdam.

In sieben Gemeinden mussten die Bürgermeisterwahlen allerdings abgesagt werden, weil es keine Bewerber gab. Dort müssen die Gemeindevertretungen den ehrenamtlichen Bürgermeister bestimmen. Der jüngste Kandidat bei den Kommunalwahlen sei der 18-jährige Tobias Präkel, der für den Kreistag Oder-Spree antrete, sagte Küpper. Als älteste Kandidatin tritt die im Jahr 1933 geborene Helga Siegmund für die Stadtverordnetenversammlung von Brandenburg/Havel an. In den gut 3800 Wahlbezirken sind rund 27 000 Wahlhelfer im Einsatz.

Küpper rechnet mit einer deutlich höheren Zahl von Briefwählern. "In vielen Landkreisen und kreisfreien Städten ist die Zahl der Briefwahlanträge teils erheblich gestiegen", sagte Küpper am Montag in Potsdam. So seien in der Landeshauptstadt Potsdam bis zum 8. Mai rund 16 000 Anträge eingegangen - vor fünf Jahren seien es zum gleichen Zeitpunkt rund 9000 Anträge gewesen.

Angesichts der zahlreichen Bewerber auf den Stimmzetteln für Kreistage, Gemeindevertretungen, Stadtverordnetenversammlungen, Bürgermeistern und für das Europaparlament sei beim Ausfüllen in den Wahlkabinen mit längerer Zeit und entsprechenden Wartezeiten davor zu rechnen. "Somit sind bis zu fünf Stimmzettel auszufüllen", erläuterte Küpper. "Eine hohe Zahl von Briefwählern sorgt für Entlastung in den Wahllokalen - und zu einer höheren Belastung bei der Auszählung in den Briefwahlbezirken."

Die Auszählung der Stimmen beginne an dem Sonntagabend von 18 Uhr an mit der Europawahl, sagte Küpper. Mit einem vorläufigen Ergebnis rechnet er dabei nicht vor 23 Uhr. Das vorläufige Ergebnis für die Kreistagswahlen und die Stadtverordnetenversammlungen der kreisfreien Städte werde voraussichtlich erst weit nach Mitternacht vorliegen.