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Kommunen - Magdeburg

Bündnis will mit Aktionswoche Zeichen gegen Rechts setzen

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Magdeburg (dpa/sa) - Mit einer Aktionswoche zum Thema Weltoffenheit will ein Bündnis von mehr als 50 Vereinen möglichen rechten Demonstrationen zum Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg entgegentreten. Vom 16. bis 22. Januar seien insgesamt rund 30 Veranstaltungen geplant, teilten die Organisatoren am Freitag mit. Dazu zählen Infostände, Kunstprojekte und Lesungen.

Am 19. Januar, dem Jahrestag der Bombardierung Magdeburgs, soll es auch eine Kundgebung geben. Das Bündnis sehe sich in der Nachfolge der "Meile der Demokratie", sagte Sprecherin Bettina Wiengarn. Die von der Stadt organisierte Veranstaltung findet in diesem Jahr zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht mehr statt.

Die Meile war als Reaktion auf die Aufmärsche von Neonazis entstanden. Ihnen habe man nicht den öffentlichen Raum überlassen wollen, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). 2017 gab es erstmals keine Demonstration der Rechten mehr.

Im vergangenen Jahr hatte es Streit um die Meile gegeben, weil erstmals die AfD teilnahm. Die Stadt als Veranstalter könne niemanden ausschließen, argumentierte Trümper. Die diesjährige Aktionswoche organisiere ein privates Bündnis, das auch Teilnehmer ablehnen könne. "Das ist der Unterschied", sagte Trümper.

Nach Angaben der Magdeburger Polizei haben Veranstalter aus dem rechten Spektrum für den 19. Januar eine Demonstration mit rund 250 Teilnehmern angemeldet. Aus dem linken und bürgerlichen Lager lägen bislang Anmeldungen für zehn Veranstaltungen vor. Wo genau demonstriert werde, kläre sich in der kommenden Woche.