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Kommunen - Hannover

Auch FDP fordert Rücktritt von Hannovers OB Schostok

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Hannover (dpa/lni) - Nach der Anklage von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) wegen schwerer Untreue hat nach der CDU auch die städtische FDP den Rücktritt des Rathauschefs verlangt. "Die Landeshauptstadt Hannover braucht jetzt einen Neuanfang", sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende, Wilfried H. Engelke, am Mittwoch. "Wir hoffen, dass Herr Schostok nun den Weg für vorzeitige Neuwahlen freimacht, damit es für Hannover endlich wieder ohne Ballast weitergehen kann." Auch wenn die FDP die persönliche Integrität von Schostok nicht in Frage stelle, könne sie politisch zu keiner anderen Bewertung kommen.

"Wir werden in den kommenden Tagen sicher intensive Gespräche mit unseren Partnern im Ampelbündnis führen, wie mit der Situation nun umzugehen ist. Aber sicher ist: Für uns kommt ein "Weiter so" nun nicht mehr in Frage", sagte Engelke. Nach der letzten Kommunalwahl hatte sich die FDP dem seit langem in Hannover regierenden rot-grünen Bündnis angeschlossen, das alleine keine Mehrheit mehr hatte. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte am Mittwoch Anklage gegen Schostok erhoben in der Affäre um unzulässige Gehaltszuschläge für Spitzenbeamte.